Das Wichtigste in Kürze
Das Lipödem ist eine chronische, oft schmerzhafte Fettverteilungsstörung. Viele Patientinnen klagen über schwere, berührungsempfindliche Beine, eine Zunahme der Beschwerden im Tagesverlauf und die Erkenntnis, dass Diät und Bewegung kaum Veränderungen bringen. Die Basistherapie beinhaltet häufig Kompression, Bewegung und je nach Befund manuelle Lymphdrainage. Bei anhaltenden Beschwerden kann eine Liposuktion sinnvoll sein und nachhaltig die Lebensqualität verbessern.
Das Lipödem betrifft überwiegend Frauen. Männer können in seltenen Fällen betroffen sein. In der medizinischen Literatur sind jedoch nur wenige Fälle beschrieben. Umso wichtiger ist eine sorgfältige Diagnostik, denn nicht jede symmetrische Fettvermehrung an Beinen oder Armen ist ein Lipödem.
Wann man an ein Lipödem denken sollte
Die Beschwerden sind auf den ersten Blick unspezifisch. Verdächtig ist eine Fettvermehrung, die beidseits an Ober- und Unterschenkeln oder an den Armen auftritt und sich vom übrigen Körperbau deutlich absetzt. Hinzu kommen oft Druckschmerz, ein Spannungsgefühl, schnelle blaue Flecken und eine zunehmende Empfindlichkeit des Gewebes. Füsse und Hände wirken im Vergleich häufig schlanker.
Eine sichere Diagnose ist nur auf Basis einer klinischen Untersuchung möglich und in Abgrenzung zur Lipohypertrophie. Dort steht die Fettvermehrung im Vordergrund, beim Lipödem zusätzlich der Schmerz.
Die Behandlung des Lipödems in der Swiss Derma Clinic
Wenn Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Bewegungseinschränkungen oder eine deutliche Zunahme des Gewebevolumens trotz konservativer Behandlung weiter bestehen, kann eine operative Therapie in Betracht kommen. Die Liposuktion kann Beschwerden und Lebensqualität langfristig verbessern.
Die schonende Operation entlastet das Gewebe. Die Kontur wirkt definierter und harmonischer. Viele unserer Patientinnen berichten über deutlich mehr Beweglichkeit und Aktivität.
Wie der Eingriff abläuft
Bei der operativen Behandlung wird das krankhaft vermehrte Fettgewebe mit speziellen Kanülen entfernt, meist auf Basis der Tumeszenztechnik oder wasserstrahlassistierter Verfahren. Das Gewebe wird entlastet, Lymphbahnen, Gefässe und umliegende Strukturen geschont.
Je nach Ausdehnung des Lipödems können wir die Behandlung in mehreren Sitzungen planen.
Nach der Behandlung
Nach der Operation ist für eine gewisse Zeit weiterhin eine Kompression notwendig. Diese mildert Schwellungen und unterstützt die Formung der behandelten Region. In einigen Fällen können auch Bewegungstherapien oder Lymphdrainagen weiterhin sinnvoll sein.
Wichtig ist eine realistische Erwartung an das Behandlungsergebnis: Die Liposuktion kann ein Lipödem deutlich verbessern. Die individuelle Veranlagung wird nicht beeinflusst. Das ist einer der Gründe, warum die Behandlung immer als Teil eines längerfristigen Konzepts gesehen werden sollte.