Brustimplantate, Eigenfett oder nur Straffung, was passt zu mir?

Brust­chir­ur­gie ist gleich­zu­set­zen mit Ver­grös­se­rung? Das ver­mu­ten vie­le, ist aber ein Irr­tum. Der Gross­teil der Frau­en, die mit einem Ver­än­de­rungs­wunsch zu uns in die Swiss Der­ma Cli­nic kommt, wünscht sich kei­ne grös­se­re Brust. Gewünscht wer­den Straf­fung und Halt. Kurz: die eige­ne Brust in jün­ge­rer Ver­si­on. Es geht um eine ästhe­ti­sche Sil­hou­et­te und eine har­mo­ni­sche Form. Manch­mal benö­ti­gen wir dafür auch mehr Volu­men oder ein Implan­tat. Zum Bei­spiel dann, wenn zu wenig eige­nes Gewe­be vor­han­den ist. In ande­ren Fäl­len reicht die allei­ni­ge Straf­fung. Und in wie­der ande­ren eine Kom­bi­na­ti­on. Was wann und für wen passt, ist sehr individuell.

 

Zunächst klären wir die Ausgangssituation

Ein Bera­tungs­ge­spräch in der Swiss Der­ma Cli­nic zur Brust­kor­rek­tur dau­ert cir­ca 45 Minu­ten. Die­se Zeit benö­ti­gen wir, um alle für Sie wich­ti­gen Punk­te zu klären.

  • Wie viel Eigen­vo­lu­men ist vorhanden?
  • Wie elas­tisch ist die Haut?
  • Wo befin­det sich die Brust­war­ze im Ver­hält­nis zur Unterbrustfalte?

Sitzt die Brust­war­ze unter­halb der Unter­brust­fal­te, spre­chen wir von einer Pto­se – die Brust ist abge­sun­ken. In die­sem Fall geht es pri­mär um Neu­po­si­tio­nie­rung und Form.

 

Option 1: Brustvergrösserung mit Implantaten

Wir emp­feh­len Implan­ta­te zum Bei­spiel, wenn:

  • wenig Eigen­ge­we­be vor­han­den ist und die Brust von Natur aus wenig Volu­men mitbringt,
  • ein sicht­ba­rer Volu­men­auf­bau gewünscht wird,
  • mehr Pro­jek­ti­on das Ziel ist, also eine Brust, die nach vor­ne steht, nicht nur nach oben.

Moder­ne Implan­ta­te unter­schei­den sich in Form, Pro­jek­ti­on und Grös­se. Wel­ches passt, hängt von Ihrer Kör­per­sta­tik und der Haut­elas­ti­zi­tät ab. Stan­dard­emp­feh­lun­gen oder “Wunsch­grös­sen” sind nicht sinnvoll.

Gut zu wis­sen: Ein zu gros­ses Implan­tat bei schwa­cher Haut führt lang­fris­tig wie­der zum Absin­ken. Ein zu klei­nes lässt das Ergeb­nis flach wir­ken. Das gilt es abzu­wä­gen. Wir bespre­chen das im Erst­ge­spräch, auf Basis einer kli­ni­schen Untersuchung.

Der Ein­griff dau­ert unter Voll­nar­ko­se etwa ein bis zwei Stun­den. Das end­gül­ti­ge Ergeb­nis zeigt sich erst nach meh­re­ren Mona­ten, wenn sich Implan­tat und Gewe­be gesetzt haben.

 

Option 2: Brustvergrösserung mit Eigenfett

Beim Lipo­fil­ling wird kör­per­ei­ge­nes Fett­ge­we­be, meist von Bauch, Hüf­te oder Ober­schen­keln, ent­nom­men, auf­be­rei­tet und in die Brust inji­ziert. Kein Fremd­ma­te­ri­al, kein künst­li­ches Implantat.

Was mit Eigen­fett mög­lich ist:

  • mode­ra­te Volu­men­stei­ge­rung, in der Regel eine hal­be bis maxi­mal eine Körb­chen­grös­se pro Sitzung,
  • Aus­gleich von Asymmetrien,
  • sehr natür­li­che Übergänge,
  • Ver­bes­se­rung der Gewe­be­qua­li­tät durch ent­hal­te­ne Stammzellen.

Was nicht mach­bar ist:

  • grös­se­re Volu­men­sprün­ge erzielen,
  • erschlaff­te Haut straffen.

Ein Teil des inji­zier­ten Fetts baut der Kör­per wie­der ab. Je nach Durch­blu­tung und indi­vi­du­el­lem Hei­lungs­ver­lauf blei­ben etwa 60 bis 80 Pro­zent dau­er­haft erhalten.

Eigen­fett kann zu Pati­en­tin­nen pas­sen, die sich eine dezen­te Ver­än­de­rung wün­schen und aus­rei­chend Fett­re­ser­ven mitbringen.

 

Option 3: Bruststraffung ohne Implantat oder Eigenfett

Ist aus­rei­chend Eigen­vo­lu­men vor­han­den, aber die Brust abge­sun­ken, ist eine Mast­ope­xie (eine Brust­straf­fung) die Metho­de der Wahl. Ein Implan­tat wür­de hier das Pro­blem nicht lösen. Bei der Brust­straf­fung wird:

  • über­schüs­si­ge Haut entfernt,
  • das Brust­ge­we­be neu modelliert,
  • die Brust­war­ze in eine ana­to­misch kor­rek­te Posi­ti­on gebracht.

Die Grös­se ver­än­dert sich dabei kaum, wohl aber die Kon­tur und die Pro­jek­ti­on. Die Brust hat mehr Halt und wirkt jugendlicher.

Nar­ben sind bei die­sem Ein­griff unver­meid­bar. Ihre Aus­prä­gung hängt in ers­ter Linie von der indi­vi­du­el­len Nar­ben­ver­an­la­gung ab. Ver­fah­ren wie PRP oder Laser kön­nen die Nar­ben­struk­tur im Ver­lauf ver­bes­sern. Bei­des bie­ten wir in der Swiss Der­ma Cli­nic in Zürich an.

 

Kom­bi­na­tio­nen sind häu­fig sinnvoll

Nicht immer löst eine ein­zel­ne Metho­de das Pro­blem voll­stän­dig. Gera­de nach Schwan­ger­schaf­ten oder star­kem Gewichts­ver­lust tref­fen Volu­men­ver­lust und Haut­er­schlaf­fung häu­fig zusam­men. Eine rei­ne Ver­grös­se­rung reicht nicht aus, wenn die Haut nicht elas­tisch genug ist. In sol­chen Fäl­len kann eine Kom­bi­na­ti­on stim­mi­ge­re Ergeb­nis­se bringen:

  1. Straf­fung und Implan­tat, wenn sowohl Volu­men fehlt als auch die Haut abge­sun­ken ist,
  2. Straf­fung und Eigen­fett, wenn die Kon­tur ver­fei­nert und Über­gän­ge wei­cher gestal­tet wer­den sollen,
  3. Implan­tat und Eigen­fett, um har­te Über­gän­ge am Implan­tatrand abzu­mil­dern und ein natür­li­che­res Gesamt­bild zu erreichen.

Wel­che Vari­an­te sinn­voll ist, lässt sich nur auf Basis einer kli­ni­schen Unter­su­chung beur­tei­len. Ver­ein­ba­ren Sie hier­für ger­ne Ihren Ter­min in der Swiss Der­ma Cli­nic in Zürich.

 

Oft unter­schätzt: die Hautqualität

Deh­nungs­strei­fen, Bin­de­ge­webs­schwä­che und Elas­ti­zi­täts­ver­lust beein­flus­sen das Ope­ra­ti­ons­er­geb­nis und die Halt­bar­keit. Bei einer Ver­grös­se­rung muss das Gewe­be das Volu­men lang­fris­tig tra­gen kön­nen. Daher ist die Unter­su­chung und die indi­vi­du­el­le Bera­tung der viel­leicht wich­tigs­te Schritt, wenn es um Brust­im­plan­ta­te, Eigen­fett oder um eine Brust­straf­fung geht.

 

Die Bera­tung ist der wich­tigs­te Schritt

Im Gespräch schau­en wir uns gemein­sam an, was Sie sich wün­schen, was ana­to­misch mög­lich ist und wo die Gren­zen lie­gen. Wir bespre­chen Alter­na­ti­ven, Risi­ken und auch, wovon wir abra­ten würden.

 

FAQ

Beein­flusst eine Brust­ope­ra­ti­on die Stillfähigkeit?

Das hängt von der gewähl­ten Tech­nik ab. Bei moder­nen Ver­fah­ren wer­den Drü­sen­ge­we­be und Milch­gän­ge so weit wie mög­lich geschont. Bei aus­ge­präg­ten Straf­fun­gen oder kom­ple­xen Ein­grif­fen lässt sich eine spä­te­re Still­fä­hig­keit nicht garan­tie­ren. Wer einen Kin­der­wunsch hat, soll­te das unbe­dingt vor­ab ansprechen.

 

Kön­nen Implan­ta­te spä­ter ent­fernt oder gewech­selt werden?

Implan­ta­te kön­nen bei Kap­sel­fi­bro­se, einer Ver­här­tung des Bin­de­ge­we­bes rund um das Implan­tat, bei Lage­ver­än­de­run­gen oder einem ver­än­der­ten ästhe­ti­schen Wunsch ent­fernt oder aus­ge­tauscht wer­den. Jede Fol­ge­ope­ra­ti­on ist ein chir­ur­gi­scher Ein­griff mit ent­spre­chen­der Heilungsphase.

 

Ver­än­dert sich das Ergeb­nis bei Gewichtsschwankungen?

Eigen­ge­we­be und trans­plan­tier­tes Fett reagie­ren auf Gewichts­ver­än­de­run­gen, Implan­ta­te nicht. Wenn Sie sich für Eigen­fett ent­schei­den, soll­ten Sie wis­sen, dass auch trans­plan­tier­tes Fett­ge­we­be bei Gewichts­ver­lust an Volu­men ver­liert. Star­ke Schwan­kun­gen belas­ten die Haut und kön­nen lang­fris­tig zu einem Absin­ken der Brust füh­ren. Das Gewicht soll­te sich daher, soweit mög­lich, in einem sta­bi­len Rah­men bewegen.

Übersicht des Inhalts

Über den Autor

Dr. Chianese verbindet exzellente chirurgische Expertise mit einem klaren ästhetischen Verständnis und einer ausgeprägt empathischen, zugewandten Art. Seine Patientinnen und Patienten schätzen besonders seine ruhige, sympathische Ausstrahlung, sein aufmerksames Zuhören und die Fähigkeit, individuelle Wünsche ernst zu nehmen und verständlich zu begleiten.
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