Wie oft sollte man seine Muttermale kontrollieren lassen?

Aktualisiert am 01.11.2026 · 7 Min. Lesezeit

Kurz beant­wor­tet: Wie oft Sie Ihre Mut­ter­ma­le ärzt­lich kon­trol­lie­ren las­sen soll­ten, hängt von Ihrem per­sön­li­chen Haut­krebs­ri­si­ko und vom Haut­be­fund ab. Für Men­schen ohne erhöh­tes Risi­ko emp­fiehlt die Krebs­li­ga kei­ne sys­te­ma­ti­schen Rou­ti­ne­un­ter­su­chun­gen. Bei erhöh­tem Risi­ko soll­ten Sie mit Ihrer Haut­ärz­tin oder Ihrem Haut­arzt einen pas­sen­den Kon­troll­plan ver­ein­ba­ren. Ein neu­es auf­fäl­li­ges, sich ver­än­dern­des, jucken­des oder blu­ten­des Mut­ter­mal soll­ten Sie unab­hän­gig davon zeit­nah abklä­ren lassen.

Welcher Abstand passt zu Ihnen?

«Ein­mal jähr­lich» ist kei­ne all­ge­mein­gül­ti­ge Ant­wort. Ent­schei­dend ist zunächst, ob es um eine vor­sorg­li­che Unter­su­chung ohne Beschwer­den, die Beob­ach­tung eines bestimm­ten Mut­ter­mals oder die Abklä­rung einer Ver­än­de­rung geht. Die­se Situa­tio­nen ver­lan­gen unter­schied­li­che Entscheidungen.

Die fol­gen­de Über­sicht hilft Ihnen, den nächs­ten Schritt ein­zu­ord­nen. Sie legt kei­nen per­sön­li­chen Unter­su­chungs­ter­min fest. Wenn Sie bereits einen ärzt­lich ver­ein­bar­ten Kon­troll­plan haben, rich­ten Sie sich danach und mel­den Sie neue Auf­fäl­lig­kei­ten zusätzlich.

Ihre Situa­ti­on Was ist sinnvoll?
Kei­ne auf­fäl­li­gen Haut­stel­len, kein bekann­tes erhöh­tes Risiko Haut auf­merk­sam beob­ach­ten. Eine pau­scha­le jähr­li­che Rou­ti­ne­kon­trol­le wird von der Krebs­li­ga nicht empfohlen.
Vie­le oder auf­fäl­li­ge Mut­ter­ma­le, Haut­krebs in der Fami­lie oder ande­re Risikofaktoren Das per­sön­li­che Risi­ko ärzt­lich ein­schät­zen und geeig­ne­te Kon­troll­ab­stän­de vereinbaren.
Ein bestimm­tes Mut­ter­mal wird bereits ärzt­lich beobachtet Den dafür fest­ge­leg­ten Ter­min ein­hal­ten. Die­ser kann frü­her lie­gen als die nächs­te all­ge­mei­ne Hautkontrolle.
Ein Fleck ver­än­dert sich, sieht unge­wöhn­lich aus, juckt oder blutet Zeit­nah Kon­takt zur Haut­arzt­pra­xis auf­neh­men und die Ver­än­de­rung schil­dern. Nicht bis zum Rou­ti­ne­ter­min warten.

Als fach­li­che Ori­en­tie­rung gel­ten je nach Risi­ko­pro­fil Abstän­de von sechs Mona­ten bis zwei Jah­ren. Bei aus­ge­wähl­ten Mut­ter­ma­len kön­nen ärzt­lich geplan­te Kon­trol­len nach drei Mona­ten sinn­voll sein. Die­se Anga­ben sind kei­ne pau­scha­le Schwei­zer Scree­ning­emp­feh­lung und kei­ne War­te­frist bei einer neu­en Auf­fäl­lig­keit. Die Schwei­zer Krebs­li­ga stellt die indi­vi­du­el­le Beur­tei­lung in den Vordergrund.

Wenn Sie Ihr Risi­ko noch nicht ken­nen, ist genau das der sinn­vol­le ers­te Schritt: Eine ein­ma­li­ge ärzt­li­che Unter­su­chung der Haut zeigt, ob Sie zur Grup­pe mit erhöh­tem Risi­ko gehö­ren und wie eng­ma­schig Sie künf­tig kon­trol­liert wer­den soll­ten. Eine per­sön­li­che Bera­tung zur Haut­krebs­vor­sor­ge in Zürich hilft, die wei­te­re Kon­trol­le zu planen.

Wann ist Ihr Risiko erhöht?

Die Krebs­li­ga nennt meh­re­re Merk­ma­le, die für ein erhöh­tes Haut­krebs­ri­si­ko spre­chen. Dazu gehö­ren vie­le Pig­ment­ma­le, auf­fäl­li­ge For­men oder Far­ben, hel­le und son­nen­emp­find­li­che Haut sowie häu­fi­ge Son­nen­brän­de in der Kind­heit. Auch ein Mela­nom bei Eltern oder Geschwis­tern, eine eige­ne frü­he­re Haut­krebs­er­kran­kung und ein geschwäch­tes Immun­sys­tem sind relevant.

Ein Risi­ko­fak­tor bedeu­tet nicht, dass Sie Haut­krebs haben. Er ist ein Anlass, über die pas­sen­de Früh­erken­nung zu spre­chen. Ein ein­zel­nes Merk­mal reicht auch nicht aus, um selbst einen fes­ten Kon­troll­ab­stand abzu­lei­ten. Tei­len Sie Ihrer Ärz­tin oder Ihrem Arzt des­halb mit, was Ihnen über Haut­krebs in Ihrer Fami­lie bekannt ist und wel­che Medi­ka­men­te Sie einnehmen.

Die Schwei­ze­ri­sche Gesell­schaft für Der­ma­to­lo­gie und Vene­ro­lo­gie (SGDV) weist aus­ser­dem auf die Bedeu­tung der UV-Belas­tung hin. Dazu zäh­len Son­nen­ex­po­si­ti­on und Sola­ri­um­be­su­che. Son­nen­schutz bleibt daher auch dann wich­tig, wenn Ihre letz­te Unter­su­chung unauf­fäl­lig war. Eine Kon­trol­le erkennt mög­li­che Ver­än­de­run­gen, sie ver­hin­dert nicht die Schä­di­gung der Haut durch UV-Strahlung.

Wann sollten Sie nicht abwarten?

Ein ver­ein­bar­ter Kon­troll­ter­min ist kein Grund, eine inzwi­schen bemerk­te Ver­än­de­rung auf­zu­schie­ben. Las­sen Sie einen Fleck beur­tei­len, wenn er neu und auf­fäl­lig ist, sich ver­än­dert oder deut­lich anders aus­sieht als Ihre übri­gen Mut­ter­ma­le. Auch Juck­reiz und Blu­tun­gen sind Grün­de, ärzt­li­chen Rat einzuholen.

Bei der Beob­ach­tung hilft die soge­nann­te ABCDE-Regel:

  • Asym­me­trie: Die bei­den Hälf­ten eines Flecks sehen unter­schied­lich aus.
  • Begren­zung: Der Rand ist unre­gel­mäs­sig oder schlecht abgrenzbar.
  • Far­be: Inner­halb des Flecks zei­gen sich unter­schied­li­che Farbtöne.
  • Durch­mes­ser: Die Grös­se gehört zur Beur­tei­lung. Auch klei­ne Fle­cken kön­nen auf­fäl­lig sein.
  • Ent­wick­lung: Grös­se, Form oder Far­be ver­än­dern sich.

Eine Merk­hil­fe ist kei­ne Diagnose

Ver­su­chen Sie nicht, eine Ver­än­de­rung allein anhand einer Check­lis­te als harm­los ein­zu­stu­fen. Wenn Ihnen ein Mut­ter­mal auf­fällt, schil­dern Sie der Pra­xis, was sich ver­än­dert hat und seit wann. Das hilft bei der Pla­nung der Abklärung.

Sie müs­sen nicht erst meh­re­re Warn­zei­chen sam­meln. Ein deut­lich ver­än­der­ter Fleck ist bereits ein Grund, sich an eine Haut­ärz­tin oder einen Haut­arzt zu wenden.

Was können Sie selbst kontrollieren?

Ler­nen Sie Ihre Haut ken­nen und schau­en Sie regel­mäs­sig nach Ver­än­de­run­gen. Die Selbst­be­ob­ach­tung ergänzt ärzt­lich emp­foh­le­ne Unter­su­chun­gen. Die SGDV emp­fiehlt sie unab­hän­gig davon, ob ein erhöh­tes Risi­ko bekannt ist.

Betrach­ten Sie nicht nur bestehen­de Mut­ter­ma­le, medi­zi­nisch Nävi genannt, son­dern die gesam­te Haut. Ein Mela­nom kann auch an einer zuvor unauf­fäl­li­gen Stel­le ent­ste­hen. Ein gros­ser Spie­gel und ein Hand­spie­gel hel­fen Ihnen, weni­ger gut sicht­ba­re Berei­che einzubeziehen.

  • Sehen Sie sich die Vor­der­sei­te, die Sei­ten und die Rück­sei­te Ihres Kör­pers an.
  • Den­ken Sie an Ach­seln, Arme, Hand­flä­chen und Fingernägel.
  • Prü­fen Sie auch Bei­ne, Fuss­soh­len, Zehen­zwi­schen­räu­me und Zehennägel.
  • Nut­zen Sie den Hand­spie­gel für Nacken, Kopf­haut, Rücken und Gesäss. Schei­teln Sie die Haa­re, um die Kopf­haut bes­ser zu sehen.

Noti­zen zu einer Haut­stel­le kön­nen beim Arzt­ge­spräch hilf­reich sein. Schrei­ben Sie auf, wo sie liegt und wel­che Ver­än­de­rung Ihnen auf­ge­fal­len ist. Bei einer Auf­fäl­lig­keit soll­te die Doku­men­ta­ti­on die ärzt­li­che Abklä­rung beglei­ten, nicht hinauszögern.

Wie läuft die ärztliche Kontrolle ab?

In der Swiss Der­ma Cli­nic in Zürich umfasst das Ange­bot die Unter­su­chung der gesam­ten Haut, die Mut­ter­mal­kon­trol­le mit einem Der­ma­to­skop sowie die Erstel­lung eines per­sön­li­chen Risi­ko­pro­fils und Bera­tung zur Prä­ven­ti­on. Brin­gen Sie die Haut­stel­len zur Spra­che, die Ihnen selbst auf­ge­fal­len sind.

Bei der Der­ma­to­sko­pie wird die Haut mit einem beleuch­te­ten Ver­grös­se­rungs­in­stru­ment betrach­tet. Dadurch las­sen sich Far­ben und Struk­tu­ren von Pig­ment­ma­len genau­er beur­tei­len. Die Unter­su­chung und die per­sön­li­che Vor­ge­schich­te gehö­ren für die wei­te­re Pla­nung zusammen.

Wir bie­ten aus­ser­dem eine com­pu­ter­ge­stütz­te digi­ta­le Video­der­ma­to­sko­pie an. Dabei kön­nen auf­fäl­li­ge Haut­stel­len auf­ge­nom­men und die Bil­der für spä­te­re Ver­glei­che gespei­chert wer­den. Ob eine sol­che Doku­men­ta­ti­on für Sie sinn­voll ist, hängt von der ärzt­li­chen Beur­tei­lung ab. Die Leis­tungs­sei­te zur Mut­ter­mal­kon­trol­le in Zürich erläu­tert unser Ange­bot näher.

Was klären Sie beim nächsten Termin?

Ein guter Kon­troll­plan soll­te für Sie ver­ständ­lich sein. Fra­gen Sie des­halb nach, wenn Ihnen der Grund für einen bestimm­ten Abstand nicht klar ist. Beson­ders hilf­reich sind die­se Fragen:

  • Habe ich ein erhöh­tes Risi­ko, und wel­che Befun­de sind dafür ausschlaggebend?
  • Wann ist mei­ne nächs­te all­ge­mei­ne Haut­kon­trol­le sinnvoll?
  • Soll eine bestimm­te Haut­stel­le frü­her erneut unter­sucht werden?
  • Wel­che Ver­än­de­run­gen soll­te ich der Pra­xis zwi­schen den Ter­mi­nen melden?

Notie­ren Sie die ver­ein­bar­ten Ter­mi­ne und den jewei­li­gen Anlass. So bleibt erkenn­bar, ob es um die gesam­te Haut oder um die geziel­te Ver­laufs­kon­trol­le einer ein­zel­nen Stel­le geht. Sagen Sie auch, wenn Sie eine Haut­stel­le selbst schlecht sehen kön­nen oder bei der Beob­ach­tung unsi­cher sind.

Häufige Fragen

Muss jeder Mensch jährlich zur Kontrolle?

Nein. Für Per­so­nen ohne erhöh­tes Risi­ko emp­fiehlt die Krebs­li­ga kei­ne sys­te­ma­ti­schen Rou­ti­ne­un­ter­su­chun­gen, weil die wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­gen dafür nicht aus­rei­chen. Bei erhöh­tem Risi­ko wird die Ent­schei­dung indi­vi­du­ell getrof­fen. Auf­fäl­li­ge Ver­än­de­run­gen soll­ten Sie unab­hän­gig davon unter­su­chen lassen.

Warum soll ich schon nach drei Monaten wiederkommen?

Die­ser Abstand ist bei der zeit­lich begrenz­ten Beob­ach­tung aus­ge­wähl­ter Mut­ter­ma­le üblich. Ein sol­cher Ter­min bezieht sich auf einen kon­kre­ten Befund. Fra­gen Sie nach, wel­che Stel­le beob­ach­tet wird. Ver­än­dert sie sich vor­her, mel­den Sie sich bereits vor dem Termin.

Reicht es, nur meine Muttermale anzuschauen?

Nein. Auch neue Haut­ver­än­de­run­gen sind wich­tig. Kon­trol­lie­ren Sie des­halb die gesam­te Haut und bezie­hen Sie schwer sicht­ba­re Stel­len ein. Die Selbst­be­ob­ach­tung ersetzt weder die Abklä­rung einer Auf­fäl­lig­keit noch eine ärzt­lich emp­foh­le­ne Verlaufskontrolle.

Ersetzen digitale Bilder die Untersuchung?

Nein. Digi­ta­le Auf­nah­men unter­stüt­zen die Doku­men­ta­ti­on und den Ver­gleich von Haut­be­fun­den. Ihre Beur­tei­lung bleibt eine ärzt­li­che Auf­ga­be. In der Swiss Der­ma Cli­nic wird der Bild­ver­gleich bei Fol­ge­kon­trol­len mit der kör­per­li­chen Unter­su­chung verbunden.

Die­ser Bei­trag ersetzt kei­ne ärzt­li­che Untersuchung.

Übersicht des Inhalts
Jetzt anrufen
WhatsApp schreiben
Mail verfassen
Bleiben Sie immer up-to-date!

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an und erhalten Sie regelmäßig dermatologische Tipps, Hautpflege-Empfehlungen und exklusive Beauty-Inspirationen von unserer Dermatologin Lia Georgouli direkt in Ihr Postfach.

Online
buchen