Was sind aktinische Keratosen?
Aktinische Keratosen sind Vorstufen von weissem Hautkrebs. Betroffen sind Hautbereiche, die über viele Jahre der Sonne ausgesetzt waren. Durch die UV-Belastung können sich Zellen in der obersten Hautschicht verändern.
Charakteristisch sind raue, schuppende oder verhornte Hautstellen. Manchmal ist nur eine kleine raue Stelle auf der Haut spürbar. Diese kann hautfarben, rötlich oder bräunlich sein. Die Keratose kann flach bleiben oder zunehmend dicker werden.
Wann sollten Hautveränderungen abgeklärt werden?
Warnsignale sind stärkere Verhornung, unregelmässige Pigmentierung, Wachstum, Juckreiz, Brennen oder Blutungen.
Aktinische Keratosen verursachen allerdings oft keine Beschwerden.
Verdickt sich eine Hautveränderung, wird diese knotig oder wächst schnell, blutet sie wiederholt oder heilt nicht ab, sollte eine zeitnahe Untersuchung erfolgen.
Besteht dann der Verdacht auf Hautkrebs, entnehmen wir eine Gewebeprobe und lassen diese histologisch untersuchen.
Welche Hautbereiche sind betroffen?
Aktinische Keratosen können einzeln auftreten oder ein ganzes Hautareal mit mehreren Stellen betreffen.
Häufige Bereiche:
- Gesicht und Stirn
- unbehaarte Kopfhaut und Ohren
- Dekolleté
- Unterarme
- Handrücken
Wie erfolgt die Behandlung von Hautkrebsvorstufen?
Die Art der Behandlung hängt unter anderem von Anzahl, Dicke und Lokalisation der Veränderungen sowie vom Ausmass der Sonnenschädigung ab.
Behandlungsmöglichkeiten der aktinischen Keratose in der Swiss Derma Clinic in Zürich je nach Befund:
- Kryotherapie mit flüssigem Stickstoff
- medikamentöse Lokaltherapien
- photodynamische Therapie (PDT)
- Laserbehandlungen
- operative Entfernung
Kryotherapie bei einzelnen Hautkrebsvorstufen
Einzelne klar begrenzte aktinische Keratosen können ggf. mit flüssigem Stickstoff vereist werden. Die Kälte schädigt die veränderten Zellen. Nach der Behandlung können sich Rötungen, Schwellungen und vorübergehend eine Kruste ausbilden.
Photodynamische Therapie bei mehreren Hautkrebsvorstufen
Bei der photodynamischen Therapie (PDT) behandeln wir bevorzugt grössere sonnengeschädigte Hautareale mit einem lichtempfindlich machenden Wirkstoff. Dieser reichert sich in den veränderten Zellen an. Anschliessend wird die Haut mit einer speziellen Lichtquelle bestrahlt, die geschädigten Zellen werden zerstört. Nach der Behandlung können Rötung, Brennen und Krusten auftreten, die in den folgenden Tagen abheilen.
Morbus Bowen: ein Plattenepithelkarzinom in situ
Morbus Bowen wird häufig gemeinsam mit Hautkrebsvorstufen genannt, ist aber bereits ein sehr frühes Plattenepithelkarzinom. Die Tumorzellen befinden sich ausschliesslich in der obersten Hautschicht und sind noch nicht in tieferes Gewebe eingewachsen. Fachsprachlich spricht man von einem Plattenepithelkarzinom in situ.
Wichtig: konsequenter UV-Schutz
Hautkrebsvorstufen wie die aktinische Keratose sind ein Zeichen dafür, dass die Haut bereits durch mehrjährige UV-Belastung geschädigt ist. Auch nach einer erfolgreichen Behandlung sind neue Veränderungen an anderen Stellen möglich. Es sind langfristig regelmässige dermatologische Kontrollen erforderlich.
- direkte intensive Sonne vermeiden
- hohen Lichtschutzfaktor verwenden
- Kopfhaut und Gesicht durch Kleidung schützen
- Solarien meiden
- Haut selbst beobachten
Hautkrebsvorstufen frühzeitig erkennen
In der Swiss Derma Clinic können wir auffällige Hautveränderungen dermatoskopisch untersuchen, digital dokumentieren und im Verlauf vergleichen.
Bei unklaren Befunden entnehmen wir eine Gewebeprobe und lassen diese in einem Speziallabor untersuchen. Vereinbaren Sie hier Ihren Termin in Zürich.
Ihre Fachärztinnen und Fachärzte für Hautkrebsvorstufen in Zürich
In der Swiss Derma Clinic kennen wir uns mit Hautkrebsvorstufen aus. Die gesamte Betreuung von der Diagnostik über die Therapie bis zur Nachkontrolle erfolgt in unserer Praxis.