Zelluläre Seneszenz bezeichnet einen Zustand, in dem Zellen sich dauerhaft nicht mehr teilen, aber nicht absterben. Ausgelöst wird er etwa durch DNA-Schäden, verkürzte Telomere oder oxidativen Stress. Kurzfristig schützt dieser Mechanismus vor unkontrolliertem Zellwachstum.
Anwendung
Mit dem Alter sammeln sich seneszente Zellen in vielen Geweben an, auch in der Haut. Sie geben entzündungsfördernde Botenstoffe und Enzyme ab, die das umliegende Gewebe beeinträchtigen. In der Lederhaut betrifft das vor allem Fibroblasten: Sie bilden weniger Kollagen, während abbauende Enzyme zunehmen. Die Folge sind eine dünnere, weniger elastische Haut und eine langsamere Wundheilung.
Gut zu wissen
Seneszenz ist ein zentrales Thema der Altersforschung und eng mit Inflammaging verknüpft. Wirkstoffe, die seneszente Zellen gezielt entfernen sollen, werden als Senolytika bezeichnet. Ihr Nutzen und ihre Sicherheit beim Menschen sind bisher nicht ausreichend belegt.
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