Xerosis cutis (Hauttrockenheit)

Xero­sis cutis bezeich­net medi­zi­nisch die tro­cke­ne Haut, einen Zustand, bei dem der Aus­gleich zwi­schen Was­ser­spei­che­rung und Feuch­tig­keits­ver­lust gestört ist. Die Haut ist das größ­te Organ des Men­schen und dient als Schutz­bar­rie­re. Bei tro­cke­ner Haut ist die­se Schutz­funk­ti­on beein­träch­tigt. Tro­cke­ne Haut ist sehr häu­fig und betrifft Men­schen jeden Alters, beson­ders aber älte­re Men­schen, da die Talg­pro­duk­ti­on mit dem Alter abnimmt. Die Ursa­chen las­sen sich in äuße­re und inne­re Fak­to­ren unter­tei­len. Äuße­re Fak­to­ren sind Käl­te und tro­cke­ne Hei­zungs­luft im Win­ter, inten­si­ve Son­nen­ein­strah­lung und UV-Strah­lung, häu­fi­ges und zu hei­ßes Waschen oder Duschen, fal­sche Pfle­ge­pro­duk­te mit Alko­hol oder unge­eig­ne­tem pH-Wert, aggres­si­ve Sei­fen und Rei­ni­gungs­mit­tel sowie Kli­ma­an­la­gen. Inne­re Fak­to­ren umfas­sen gene­ti­sche Ver­an­la­gung mit gerin­ger Talg­pro­duk­ti­on, hor­mo­nel­le Umstel­lun­gen in Puber­tät, Schwan­ger­schaft oder Wech­sel­jah­ren, Krank­hei­ten wie Neu­ro­der­mi­tis, Pso­ria­sis oder Dia­be­tes mel­li­tus, Flüs­sig­keits­man­gel und zuneh­men­des Alter. Die Sym­pto­me zei­gen sich durch glanz­lo­ses, rau­es und schup­pi­ges Haut­bild, Span­nungs­ge­fühl beson­ders nach dem Waschen, ver­min­der­te Elas­ti­zi­tät, Juck­reiz der durch Krat­zen zu klei­nen Ver­let­zun­gen füh­ren kann, erhöh­te Emp­find­lich­keit gegen­über äuße­ren Rei­zen und manch­mal Rötun­gen oder Ris­se. Die gereiz­te Haut kann leich­ter zu Infek­tio­nen oder Haut­aus­schlä­gen nei­gen. Die Dia­gno­se erfolgt durch Betrach­tung und kann durch Mes­sung des Haut­feuch­tig­keits­ge­halts objek­ti­viert wer­den. Die Behand­lung und Pfle­ge zielt dar­auf ab, die Haut­bar­rie­re zu stär­ken und Feuch­tig­keit zu spen­den: Ver­wen­dung rück­fet­ten­der, feuch­tig­keits­bin­den­der Cremes oder Sal­ben mit Inhalts­stof­fen wie Urea, Gly­ce­rin oder Hyalu­ron­säu­re. Sanf­te, pH-neu­tra­le Rei­ni­gung ohne aggres­si­ve Sei­fen. Nicht zu häu­fig und nicht zu heiß duschen, maxi­mal zwei bis drei Mal wöchent­lich. Aus­rei­chend Flüs­sig­keit trin­ken, min­des­tens 1,5 bis 2 Liter täg­lich. Luft­be­feuch­ter in beheiz­ten Räu­men ver­wen­den. Son­nen­schutz ver­wen­den, um wei­te­re Haut­schä­den zu ver­mei­den. Bei stark gereiz­ter Haut kön­nen nach ärzt­li­cher Rück­spra­che spe­zi­el­le Wirk­stoff­kom­bi­na­tio­nen not­wen­dig sein.

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