Psoriasis inversa (inverse Schuppenflechte)

Die Pso­ria­sis inver­sa ist eine Son­der­form der Schup­pen­flech­te, die haupt­säch­lich in Haut­fal­ten und Beu­ge­re­gio­nen auf­tritt. Im Gegen­satz zur klas­si­schen Pso­ria­sis vul­ga­ris, die vor allem an den Streck­sei­ten der Gelen­ke loka­li­siert ist, befällt die inver­se Form bevor­zugt Ach­sel­höh­len, Leis­ten­beu­gen, den Bereich unter den Brüs­ten, die Gesäß­fal­te sowie den Geni­tal- und Anal­be­reich. Etwa drei bis sie­ben Pro­zent aller Pso­ria­sis-Pati­en­ten lei­den unter die­ser Form. Die Ursa­che ist wie bei ande­ren Pso­ria­sis-For­men eine gene­ti­sche Ver­an­la­gung in Kom­bi­na­ti­on mit Trig­ger­fak­to­ren wie Infek­tio­nen, Stress, bestimm­ten Medi­ka­men­ten oder mecha­ni­scher Rei­zung. Bei der Pso­ria­sis inver­sa kommt hin­zu, dass Feuch­tig­keit, Wär­me und Rei­bung in den Haut­fal­ten die Sym­pto­me ver­stär­ken. Das Erschei­nungs­bild unter­schei­det sich deut­lich von der klas­si­schen Schup­pen­flech­te: Die Haut zeigt scharf begrenz­te, glän­zen­de, tief­ro­te bis vio­let­te Plaques ohne die typi­sche silb­ri­ge Schup­pung, da die Feuch­tig­keit in den Haut­fal­ten die Schup­pen­bil­dung ver­hin­dert. Die Haut kann näs­sen und ist oft maze­rie­ret. Die Dia­gno­se kann schwie­rig sein, da das Erschei­nungs­bild aty­pisch ist und leicht mit Pilz­in­fek­tio­nen, Inter­t­ri­go oder ande­ren Haut­er­kran­kun­gen ver­wech­selt wer­den kann. Eine Haut­bi­op­sie kann die Dia­gno­se sichern. Die Behand­lung ist anspruchs­voll, da die betrof­fe­nen Berei­che emp­find­lich sind und stark schwit­zen. Topi­sche Kor­ti­kos­te­ro­ide müs­sen vor­sich­tig dosiert wer­den, da die Haut in Haut­fal­ten Wirk­stof­fe stär­ker auf­nimmt. Cal­ci­neu­rin-Inhi­bi­to­ren wie Tacro­li­mus oder Pime­cro­li­mus sind gut ver­träg­lich. Wich­tig ist, die Haut­fal­ten tro­cken zu hal­ten, luf­ti­ge Klei­dung zu tra­gen und Über­ge­wicht zu redu­zie­ren. Bei schwe­ren Fäl­len kön­nen sys­te­mi­sche The­ra­pien wie Bio­lo­gi­ka not­wen­dig sein. Die Pro­gno­se ist wie bei ande­ren Pso­ria­sis-For­men chro­nisch, aber mit guter The­ra­pie gut kontrollierbar.

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