Milien (Grießkörner)

Mili­en, umgangs­sprach­lich auch Grieß­kör­ner genannt, sind klei­ne, wei­ße oder gelb­li­che, steck­na­del­kopf­gro­ße Zys­ten in der Haut. Sie ent­ste­hen durch eine Ansamm­lung von Kera­tin, einem Horn­stoff, unter der obers­ten Haut­schicht. Mili­en sind völ­lig harm­los, nicht anste­ckend und stel­len nur ein kos­me­ti­sches Pro­blem dar. Sie tre­ten beson­ders häu­fig im Gesicht auf, vor allem um die Augen her­um, an den Wan­gen, der Stirn und den Schlä­fen. Grund­sätz­lich kön­nen sie aber über­all am Kör­per ent­ste­hen. Man unter­schei­det pri­mä­re und sekun­dä­re Mili­en. Pri­mä­re Mili­en ent­ste­hen spon­tan ohne erkenn­ba­re Ursa­che und kom­men beson­ders häu­fig bei Neu­ge­bo­re­nen vor, wo sie als Neu­ge­bo­re­nen­mi­li­en bezeich­net wer­den und sich meist von selbst inner­halb weni­ger Wochen zurück­bil­den. Bei Erwach­se­nen kön­nen pri­mä­re Mili­en jeder­zeit auf­tre­ten, beson­ders bei Men­schen mit öli­ger Haut oder nach inten­si­ver Son­nen­ex­po­si­ti­on. Sekun­dä­re Mili­en ent­ste­hen nach Haut­ver­let­zun­gen wie Ver­bren­nun­gen, Abschür­fun­gen, nach ent­zünd­li­chen Haut­er­kran­kun­gen oder nach der­ma­to-kos­me­ti­schen Ein­grif­fen wie Der­ma­bra­si­on oder Laser­behand­lungen. Sie bil­den sich an Stel­len, wo die Haut geheilt ist. Mili­en erschei­nen als klei­ne, har­te, wei­ße oder gelb­li­che Knöt­chen, die sich unter der Haut befin­den und nicht ent­zünd­lich sind. Sie sind fest und las­sen sich nicht aus­drü­cken wie Mit­es­ser oder Pickel. Im Gegen­satz zu Pickeln sind sie nicht schmerz­haft und zei­gen kei­ne Rötung. Die Dia­gno­se erfolgt durch Blick­dia­gno­se anhand des typi­schen Aus­se­hens. Mili­en ver­schwin­den meist nicht von selbst, beson­ders bei Erwach­se­nen kön­nen sie über Jah­re bestehen blei­ben. Eine Behand­lung ist medi­zi­nisch nicht not­wen­dig, kann aber aus kos­me­ti­schen Grün­den erfol­gen. Ein Der­ma­to­lo­ge kann die Mili­en mit einer ste­ri­len Nadel oder klei­nen Lan­ze öff­nen und den Inhalt her­aus­drü­cken. Dies soll­te nicht selbst durch­ge­führt wer­den, da sonst Infek­tio­nen oder Nar­ben ent­ste­hen kön­nen. Alter­na­tiv kön­nen Mili­en mit einem Laser ent­fernt wer­den. Zur Vor­beu­gung bei Nei­gung zu Mili­en soll­ten schwe­re, öli­ge Haut­pfle­ge­pro­duk­te ver­mie­den und regel­mä­ßi­ge Pee­lings durch­ge­führt werden.

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