Melanom (schwarzer Hautkrebs)

Das mali­gne Mela­nom, auch schwar­zer Haut­krebs genannt, ist ein bös­ar­ti­ger Tumor der pig­ment­bil­den­den Zel­len der Haut. Obwohl es nur etwa fünf Pro­zent aller Haut­krebs­er­kran­kun­gen aus­macht, ist das Mela­nom für die Mehr­zahl der Haut­krebs­to­des­fäl­le ver­ant­wort­lich, da es früh metasta­sie­ren kann. Die Inzi­denz steigt welt­weit kon­ti­nu­ier­lich an. Der wich­tigs­te Risi­ko­fak­tor ist UV-Strah­lung, wobei beson­ders inten­si­ve, inter­mit­tie­ren­de Son­nen­ex­po­si­ti­on und Son­nen­brän­de in der Kind­heit das Risi­ko erhö­hen. Men­schen mit hel­ler Haut, blon­den oder roten Haa­ren, hel­len Augen und vie­len Som­mer­spros­sen haben ein deut­lich erhöh­tes Risi­ko. Wei­te­re Fak­to­ren sind eine hohe Anzahl von Mut­ter­ma­len, aty­pi­sche Nävi, Mela­no­me in der Fami­li­en­ge­schich­te und Sola­ri­en­nut­zung vor dem 35. Lebens­jahr. Mela­no­me kön­nen sich aus bestehen­den Mut­ter­ma­len ent­wi­ckeln oder neu ent­ste­hen. Zur Früh­erken­nung ver­däch­ti­ger Haut­ver­än­de­run­gen dient die ABCDE-Regel: Asym­me­trie, unre­gel­mä­ßi­ge Begren­zung, meh­re­re Farb­tö­ne, Durch­mes­ser über fünf Mil­li­me­ter und Erha­ben­heit oder Ver­än­de­rung in Grö­ße, Form oder Far­be. Nicht alle Kri­te­ri­en müs­sen erfüllt sein. Jede Ver­än­de­rung eines Mut­ter­mals soll­te ärzt­lich abge­klärt wer­den. Die Dia­gno­se erfolgt durch Unter­su­chung mit dem Der­ma­to­skop. Bei Ver­dacht soll­te die Stel­le voll­stän­dig mit Sicher­heits­ab­stand ent­fernt und fein­ge­web­lich unter­sucht wer­den. Die his­topa­tho­lo­gi­sche Unter­su­chung bestimmt wich­ti­ge Para­me­ter wie die Tumor­di­cke, die ent­schei­dend für die Pro­gno­se ist. Bei gesi­cher­tem Mela­nom fol­gen Unter­su­chun­gen zum Aus­schluss von Meta­sta­sen. Die Stan­dard­the­ra­pie ist die chir­ur­gi­sche Ent­fer­nung mit aus­rei­chen­dem Sicher­heits­ab­stand. Bei metasta­sier­tem Mela­nom ste­hen heu­te moder­ne The­ra­pien zur Ver­fü­gung: ziel­ge­rich­te­te The­ra­pien und Immun­the­ra­pien haben die Pro­gno­se deut­lich ver­bes­sert. Die Pro­gno­se hängt vom Sta­di­um bei Dia­gno­se ab. Dün­ne Mela­no­me haben eine aus­ge­zeich­ne­te Pro­gno­se mit Hei­lungs­ra­ten über 95 Pro­zent. Kon­se­quen­ter Son­nen­schutz und regel­mä­ßi­ge Haut­un­ter­su­chun­gen sind essen­ti­ell zur Prä­ven­ti­on und Früherkennung.

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