Genitalwarzen (Condylomata acuminata, Feigwarzen)

Geni­tal­war­zen, auch Con­dy­lo­ma­ta acu­mi­na­ta oder Feig­war­zen genannt, gehö­ren zu den häu­figs­ten sexu­ell über­trag­ba­ren Erkran­kun­gen. Sie wer­den durch huma­ne Papil­lom­vi­ren (HPV) ver­ur­sacht, vor allem durch die Nied­ri­g­ri­si­ko-Typen HPV 6 und 11. Die Über­tra­gung erfolgt durch direk­ten Haut- oder Schleim­haut­kon­takt beim Geschlechts­ver­kehr. Kon­do­me bie­ten kei­nen voll­stän­di­gen Schutz, da auch nicht bedeck­te Haut­be­rei­che betrof­fen sein kön­nen. Die Inku­ba­ti­ons­zeit beträgt Wochen bis Mona­te, manch­mal sogar Jah­re. Nicht jeder Kon­takt mit HPV führt zu sicht­ba­ren War­zen. Geni­tal­war­zen zei­gen sich als klei­ne, haut­far­be­ne oder röt­li­che Knöt­chen in der Geni­tal­re­gi­on und am Anus. Sie kön­nen ein­zeln auf­tre­ten oder sich zu grö­ße­ren, blu­men­kohl­ar­ti­gen Gebil­den zusam­men­schlie­ßen. Die Ober­flä­che ist oft rau. Bei Män­nern sind bevor­zugt Eichel, Vor­haut, Penis­schaft und Anal­be­reich betrof­fen, bei Frau­en Vul­va, Vagi­na, Gebär­mut­ter­hals und Anal­be­reich. Die War­zen ver­ur­sa­chen meist kei­ne Schmer­zen, kön­nen aber jucken, bren­nen oder blu­ten. Die Dia­gno­se erfolgt durch Inspek­ti­on. Bei Frau­en soll­te eine gynä­ko­lo­gi­sche Unter­su­chung mit Abstrich durch­ge­führt wer­den, um gleich­zei­tig Hoch­ri­si­ko-HPV-Typen aus­zu­schlie­ßen, die Gebär­mut­ter­hals­krebs ver­ur­sa­chen kön­nen. Eine Gewe­be­pro­be ist bei unkla­rem Befund sinn­voll. Geni­tal­war­zen kön­nen von selbst wie­der ver­schwin­den, dies kann jedoch Mona­te bis Jah­re dau­ern. Eine Behand­lung ist den­noch emp­foh­len, um die Anste­ckungs­ge­fahr zu redu­zie­ren und Beschwer­den zu lin­dern. Ver­schie­de­ne The­ra­pien ste­hen zur Ver­fü­gung: Lösun­gen oder Cremes mit Pod­o­phyl­lo­to­xin oder Imi­qui­mod zum Selbst­auf­tra­gen, Ver­ei­sung mit flüs­si­gem Stick­stoff, Laser­the­ra­pie, chir­ur­gi­sche Ent­fer­nung oder Elek­tro­kau­ter. Oft sind meh­re­re Behand­lun­gen not­wen­dig. Auch nach erfolg­rei­cher Behand­lung kön­nen Rezi­di­ve auf­tre­ten, da das Virus im Kör­per ver­blei­ben kann. Die HPV-Imp­fung schützt vor den häu­figs­ten War­zen-ver­ur­sa­chen­den HPV-Typen und soll­te idea­ler­wei­se vor dem ers­ten Sexu­al­kon­takt erfol­gen. Sie wird für Mäd­chen und Jun­gen zwi­schen 9 und 14 Jah­ren empfohlen.

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