Erysipel (Wundrose)

Das Ery­si­pel ist eine aku­te bak­te­ri­el­le Infek­ti­on der obe­ren Haut­schich­ten und der Lymph­spal­ten. Es brei­tet sich rasch aus, geht mit aus­ge­präg­tem Krank­heits­ge­fühl ein­her und muss zügig behan­delt wer­den. Am häu­figs­ten betrof­fen sind Unter­schen­kel und Gesicht.

Ursa­chen

Aus­lö­ser sind meist Strep­to­kok­ken, die über klei­ne Ein­tritts­pfor­ten in die Haut gelan­gen: Ris­se bei Fuss­pilz, Schrun­den, Insek­ten­sti­che oder Wun­den. Ein erhöh­tes Risi­ko besteht bei Lymph­ödem, Venen­schwä­che, Dia­be­tes und Über­ge­wicht. Nach einem ers­ten Ery­si­pel steigt die Wahr­schein­lich­keit für wei­te­re Episoden.

Sym­pto­me

Typisch ist eine hell­ro­te, über­wärm­te, scharf begrenz­te Rötung mit zun­gen­för­mi­gen Aus­läu­fern, beglei­tet von Fie­ber, Schüt­tel­frost und Abge­schla­gen­heit. Die Stel­le schmerzt und spannt, die zuge­hö­ri­gen Lymph­kno­ten schwel­len an. In schwe­ren Fäl­len kön­nen Bla­sen entstehen.

Behand­lung

Behan­delt wird mit Anti­bio­ti­ka, je nach Schwe­re als Tablet­te oder über die Vene, beglei­tet von Ruhig­stel­lung, Hoch­la­ge­rung und Küh­lung. Ent­schei­dend ist zusätz­lich die Sanie­rung der Ein­tritts­pfor­te, ins­be­son­de­re die kon­se­quen­te Behand­lung eines Fuss­pil­zes. Bei wie­der­hol­ten Epi­so­den kann eine vor­beu­gen­de Anti­bio­ti­ka­ga­be erwo­gen werden.

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