Dellwarzen sind kleine, gutartige Hautveränderungen, die durch das Molluscum-contagiosum-Virus aus der Familie der Pockenviren verursacht werden. Sie treten besonders häufig bei Kindern zwischen zwei und zehn Jahren auf, können aber auch Erwachsene betreffen. Die Übertragung erfolgt durch direkten Hautkontakt mit infizierten Personen oder indirekt über gemeinsam genutzte Handtücher, Kleidung oder Spielzeug. Auch in Schwimmbädern oder beim Sport kann eine Ansteckung erfolgen. Bei Erwachsenen ist auch eine sexuelle Übertragung möglich. Die charakteristischen Knötchen sind hautfarben, rötlich oder perlmuttartig glänzend, haben einen Durchmesser von zwei bis fünf Millimetern und zeigen eine typische zentrale Delle. Sie enthalten eine weißliche, käsige Masse. Die Warzen treten einzeln oder in Gruppen auf und können überall am Körper entstehen, bevorzugt jedoch an Gesicht, Hals, Armen und Händen. Bei Kindern sind oft Rumpf und Extremitäten betroffen, bei Erwachsenen mit sexueller Übertragung die Genitalregion. Die Diagnose erfolgt anhand des typischen Aussehens. In unklaren Fällen kann eine Gewebeprobe Sicherheit bringen. Dellwarzen sind harmlos und heilen oft innerhalb von sechs bis zwölf Monaten von selbst ab, können aber auch bis zu zwei Jahre bestehen bleiben. Durch Kratzen können sie sich am Körper verteilen. Eine Behandlung ist nicht zwingend notwendig, kann aber aus kosmetischen Gründen oder zur Vermeidung der Ausbreitung erfolgen. Mögliche Therapien sind das Ausdrücken oder Auskratzen der Warzen, Vereisung mit flüssigem Stickstoff, Lasertherapie oder das Auftragen spezieller Tinkturen. Zur Vorbeugung sollten Handtücher und Kleidung nicht geteilt werden. Kratzen an den Warzen ist zu vermeiden, da dies die Ausbreitung fördert. Bei Kindern mit Dellwarzen sollte auf gemeinsames Baden verzichtet werden.
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