Die Lyme-Borreliose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektion, die Haut, Gelenke und Nervensystem betreffen kann. Sie ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Europa. Früh erkannt lässt sie sich in der Regel gut behandeln.
Ursachen
Erreger sind Bakterien der Gruppe Borrelia burgdorferi, die im Darm der Zecke leben. Die Übertragung erfolgt meist erst nach mehreren Stunden Saugdauer, weshalb frühes Entfernen der Zecke das Risiko deutlich senkt. Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Infektion.
Symptome
Leitsymptom im Frühstadium ist die Wanderröte: eine ringförmige, sich langsam ausbreitende Rötung mit blasserem Zentrum, die Tage bis Wochen nach dem Stich auftritt. Später können Gelenkentzündungen, Nervenschmerzen, Gesichtslähmungen und Herzbeteiligung folgen. Eine seltene späte Hautform ist die bläulich-dünne Haut an Armen oder Beinen.
Behandlung
Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika über zwei bis drei Wochen; im Frühstadium heilt die Infektion damit meist vollständig aus. Die Diagnose stützt sich auf das klinische Bild, Bluttests sind vor allem in späteren Stadien hilfreich. Ein Schutz besteht in geschlossener Kleidung, Repellents und dem täglichen Absuchen der Haut nach Aufenthalt im Grünen.
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