Das Basaliom ist der häufigste Hauttumor beim Menschen und gehört zum weißen Hautkrebs. Jährlich erkranken in Deutschland über 200.000 Menschen daran. Obwohl der Tumor als bösartig eingestuft wird, bildet er fast nie Metastasen, kann aber unbehandelt lokal großen Schaden anrichten und tief ins Gewebe eindringen. Die Hauptursache ist jahrelange UV-Strahlung durch Sonne oder Solarium. Besonders gefährdet sind Menschen mit heller Haut, blonden oder roten Haaren, hellen Augen und vielen Sommersprossen. Auch häufige Sonnenbrände in der Kindheit, hohes Alter, familiäre Veranlagung und ein geschwächtes Immunsystem erhöhen das Risiko. Basaliome zeigen sich meist als hautfarbene oder rötliche, perlmuttartig glänzende Knötchen mit sichtbaren kleinen Äderchen auf der Oberfläche. Sie können auch als rötliche schuppende Flecken oder verhärtete gelblich-weiße Plaques auftreten. Bevorzugt entstehen sie im Gesicht, am Kopf oder am Oberkörper, also an Stellen die häufig der Sonne ausgesetzt sind. Die Diagnose erfolgt zunächst durch eine Hautuntersuchung, oft mit einem speziellen Auflichtmikroskop. Die endgültige Sicherung erfolgt durch eine Gewebeprobe mit feingeweblicher Untersuchung. Die Standardtherapie ist die vollständige operative Entfernung mit einem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe. Bei oberflächlichen Formen können auch Vereisung, photodynamische Therapie oder spezielle Cremes eingesetzt werden. In fortgeschrittenen Fällen stehen Strahlentherapie oder moderne zielgerichtete Medikamente zur Verfügung. Bei frühzeitiger Behandlung liegt die Heilungsrate über 95 Prozent. Da das Risiko für weitere Basaliome erhöht ist, sind regelmäßige Nachkontrollen beim Hautarzt wichtig. Konsequenter Sonnenschutz ist essentiell zur Vorbeugung.
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