Das Wichtigste auf einen Blick
Herpes simplex ist eine Virusinfektion. Typischerweise sind der Lippen- oder der Intimbereich betroffen. Die Symptome reichen von Kribbeln, Brennen und Juckreiz sowie kleinen Bläschen bis hin zu wunden Stellen. Ähnlich dem Lippenherpes. Eine Infektion kann auch unbemerkt verlaufen. Behandelt wird mit speziellen Medikamenten und Salben.
Die Ansteckung erfolgt durch den Haut- oder Schleimhautkontakt. Nach der Infektion verbleibt das Virus im Körper und kann erneut aktiv werden. Auch Jahre später.
Symptome und Verlauf
Ursächlich für Herpes simplex sind zwei eng verwandte Virustypen:
- HSV-1 betrifft überwiegend den Mund- und Gesichtsbereich. Zur Symptomatik gehören Fieberblasen. Der Virustyp kann auf den Intimbereich übertragen werden.
- HSV-2 betrifft den Genital- und Analbereich.
Damit ist die Zuordnung allein anhand der betroffenen Körperstelle nicht möglich.
Antivirale Medikamente können den Verlauf beeinflussen. Das Virus vollständig aus dem Körper bzw. den betroffenen Nervenzellen zu entfernen, ist aber nicht möglich.
Mögliche Auslöser
Das Virus wird z. B. aktiviert durch:
- intensive UV-Strahlung
- fieberhafte Infekte
- körperliche Anstrengung
- seelische Belastungen
- hormonelle Veränderungen
- Verletzungen
- operative Eingriffe im betroffenen Bereich
- eine geschwächte Immunabwehr
Genitalherpes
Genitalherpes betrifft die äusseren Geschlechtsorgane oder den Bereich um den After.
Typische Beschwerden:
- kleine, gruppierte Bläschen
- wunde oder oberflächlich offene Hautstellen
- Brennen und Juckreiz
- Schmerzen beim Wasserlassen
- Druck- oder Nervenschmerzen im Intimbereich
- geschwollene Lymphknoten
- Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl
Die meisten Infektionen verursachen nur leichte oder gar keine wahrnehmbaren Beschwerden. Ein grosser Teil der HSV-2-Infektionen bleibt unbemerkt. Die erste Episode verläuft oft stärker und unangenehmer.
Wie erfolgt die Ansteckung?
Das Virus wird durch den Kontakt mit infizierter Haut oder Schleimhaut übertragen. Z. B.:
- Küssen
- Geschlechtsverkehr
- direkten Kontakt mit Herpesbläschen oder offenen Stellen
- das Berühren einer betroffenen Stelle und den anschliessenden Kontakt mit einer anderen Körperregion
Wie erfolgt die Diagnose?
Das Erscheinungsbild und der Verlauf liefern uns bereits wichtige Hinweise. Ggf. nehmen wir einen Abstrich und schicken diesen ins Labor. Dort kann das Virus nachgewiesen und typisiert werden. In den meisten Fällen genügt die Blickdiagnose.
Die Behandlung:
Antivirale Cremes sind beim ersten Kribbeln das Mittel der Wahl. Je nach Befund verschreiben wir antivirale Tabletten.
Gängige Wirkstoffe sind z. B.:
- Aciclovir
- Valaciclovir
- Famciclovir
Antibiotika wirken nicht gegen Herpesviren!
Herpes in der Schwangerschaft
Eine besondere Bedeutung hat eine erstmals erworbene genitale Infektion gegen Ende der Schwangerschaft. Das Virus kann ggf. während der Geburt auf das Kind übertragen werden.
Informieren Sie Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt über neue Bläschen und verdächtige Beschwerden oder eine bekannte Herpesinfektion.
Ihre Behandlung in der Swiss Derma Clinic in Zürich
Hautveränderungen im Intimbereich weisen auf unterschiedliche Krankheiten hin. Bei einer bestätigten Herpesinfektion stimmen wir die Behandlung auf die betroffene Körperregion ab. Sind Sie immer wieder betroffen, besprechen wir die passende Prävention und frühzeitige Behandlungsoptionen. Ihr Termin in Zürich
Ihr behandelnder Arzt in Zürich
Die dermatologische Untersuchung und Behandlung wird in der Swiss Derma Clinic von Dimitrios Argyropoulos, Arzt für Dermatologie und ästhetische Medizin, durchgeführt. Sein Schwerpunkt liegt auf der sorgfältigen Abklärung von Hautveränderungen und allergologischen Beschwerden sowie einer individuell abgestimmten Therapie.