Autophagie bedeutet wörtlich «Selbstverdauung» und bezeichnet einen natürlichen Recyclingprozess der Zelle. Dabei werden beschädigte Eiweisse und Zellbestandteile abgebaut und die Bausteine wiederverwertet. Für die Aufklärung der zugrunde liegenden Mechanismen wurde 2016 der Nobelpreis für Medizin vergeben.
Anwendung
Autophagie hält Zellen funktionsfähig und verhindert die Ansammlung von Schäden, etwa defekter Mitochondrien. Mit dem Alter lässt sie nach, was die Longevity-Forschung mit verschiedenen Alterskrankheiten in Verbindung bringt. In der Haut trägt sie zur Abwehr von UV-Schäden und zur Erneuerung von Hautzellen bei. Angeregt wird sie unter anderem durch Nahrungspausen und körperliche Aktivität.
Gut zu wissen
Ob Intervallfasten oder Nahrungsergänzungsmittel wie Spermidin die Autophagie beim Menschen so stark beeinflussen, dass sich Haut oder Lebensdauer messbar verändern, ist nicht ausreichend belegt. Viele Daten stammen aus Zell- und Tierversuchen. Zudem lässt sich die Autophagie im Alltag nicht direkt messen.
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