Feuermal (Naevus flammeus)

Das Feu­er­mal ist eine ange­bo­re­ne, gut­ar­ti­ge Gefäß­fehl­bil­dung der Haut, die sich als fla­cher, scharf begrenz­ter, rot bis vio­let­ter Fleck zeigt. Es ent­steht durch eine loka­le Erwei­te­rung und Ver­meh­rung von Blut­ge­fä­ßen in der Haut. Etwa drei von 1000 Neu­ge­bo­re­nen kom­men mit einem Feu­er­mal zur Welt, wobei bei­de Geschlech­ter gleich häu­fig betrof­fen sind. Das Feu­er­mal ist bereits bei Geburt vor­han­den und bleibt lebens­lang bestehen. Im Gegen­satz zum harm­lo­sen Stor­chen­biss, der sich meist zurück­bil­det, ver­blasst ein ech­tes Feu­er­mal nicht von selbst. Die Ursa­che liegt in einer Fehl­bil­dung der Blut­ge­fä­ße wäh­rend der Embryo­nal­ent­wick­lung. Die genau­en Mecha­nis­men sind noch nicht voll­stän­dig geklärt, aber es han­delt sich nicht um eine erb­li­che Erkran­kung. Das Feu­er­mal kann über­all am Kör­per auf­tre­ten, betrifft jedoch häu­fig Gesicht und Kopf. Die Fär­bung reicht von hell­ro­sa über rot bis dun­kel­vio­lett. Mit zuneh­men­dem Alter kann die Far­be dunk­ler wer­den und die Ober­flä­che leicht kno­tig ver­di­cken. Die Grö­ße vari­iert stark von klei­nen Fle­cken bis zu aus­ge­dehn­ten Area­len, die gro­ße Tei­le des Gesichts oder Kör­pers bede­cken kön­nen. In den meis­ten Fäl­len ist das Feu­er­mal nur ein kos­me­ti­sches Pro­blem ohne gesund­heit­li­che Aus­wir­kun­gen. Aller­dings kann ein Feu­er­mal im Gesicht, beson­ders wenn es bestimm­te Ner­ven­ver­sor­gungs­ge­bie­te betrifft, mit dem Stur­ge-Weber-Syn­drom asso­zi­iert sein. Die­se sel­te­ne Erkran­kung geht mit Gefäß­fehl­bil­dun­gen im Gehirn ein­her und kann zu Epi­lep­sie, Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­run­gen und Glau­kom füh­ren. Daher soll­ten Kin­der mit aus­ge­dehn­ten Feu­er­ma­len im Gesicht gründ­lich unter­sucht wer­den. Die Dia­gno­se erfolgt kli­nisch anhand des typi­schen Aus­se­hens. Die effek­tivs­te Behand­lung ist die Laser­the­ra­pie mit einem gepuls­ten Farb­stoff­la­ser. Die­ser zer­stört selek­tiv die erwei­ter­ten Blut­ge­fä­ße, ohne das umlie­gen­de Gewe­be zu schä­di­gen. Die Behand­lung beginnt idea­ler­wei­se im Säug­lings- oder Klein­kind­al­ter, da die Haut dann dün­ner ist und bes­ser auf die The­ra­pie anspricht. Meh­re­re Sit­zun­gen im Abstand von eini­gen Wochen sind not­wen­dig. Eine voll­stän­di­ge Ent­fer­nung ist nicht immer mög­lich, aber meist kann eine deut­li­che Auf­hel­lung erreicht wer­den. Alter­na­tiv kann das Feu­er­mal mit spe­zi­el­lem Camou­fla­ge-Make-up abge­deckt werden.

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