Eine epigenetische Uhr ist ein Rechenmodell, das aus chemischen Markierungen an der DNA das biologische Alter schätzt. Gemessen wird vor allem die DNA-Methylierung, die mitsteuert, welche Gene an- oder abgeschaltet sind, ohne die Erbinformation selbst zu verändern. Diese Muster verändern sich mit dem Alter in typischer Weise.
Anwendung
In der Forschung dienen epigenetische Uhren dazu, Alterungsprozesse zu messen und die Wirkung von Lebensstil oder Therapien zu untersuchen. Rauchen, Übergewicht und chronischer Stress gehen in Studien mit einem höheren epigenetischen Alter einher. Inzwischen werden solche Tests auch kommerziell angeboten, meist anhand einer Blut- oder Speichelprobe.
Gut zu wissen
Es gibt mehrere Uhren, die auf unterschiedlichen Daten beruhen und nicht immer übereinstimmen. Ob sich ein gemessenes epigenetisches Alter gezielt senken lässt und ob das die Gesundheit tatsächlich verbessert, ist beim Menschen noch nicht ausreichend belegt. Hautspezifische Uhren befinden sich ebenfalls im Forschungsstadium; ein Zusammenhang mit der Longevity-Forschung besteht vor allem auf Studienebene.
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