Epidermalzyste (Atherom, Grützbeutel)

Die Epi­der­mal­zys­te ist ein gut­ar­ti­ger, mit Horn­ma­te­ri­al gefüll­ter Hohl­raum in der Haut. Sie fühlt sich als prall-elas­ti­scher Kno­ten unter der Haut an und wächst lang­sam. Umgangs­sprach­lich wird sie Grütz­beu­tel genannt.

Ursa­chen

Die Zys­te ent­steht, wenn sich der Aus­füh­rungs­gang eines Haar­fol­li­kels ver­schliesst und sich abge­schil­fer­te Horn­zel­len im Inne­ren sam­meln. Sie kann spon­tan auf­tre­ten oder nach einer Ver­let­zung ent­ste­hen. Eine fami­liä­re Häu­fung ist mög­lich, mit Hygie­ne hat die Ent­ste­hung nichts zu tun.

Sym­pto­me

Typisch ist ein ver­schieb­li­cher, haut­far­be­ner Kno­ten von weni­gen Mil­li­me­tern bis meh­re­ren Zen­ti­me­tern, häu­fig mit einem win­zi­gen zen­tra­len Porus. Bevor­zugt tre­ten Zys­ten an Kopf, Nacken, Rücken und im Gesicht auf. Bei Ent­zün­dung wird der Kno­ten rot, schmerz­haft und kann übel­rie­chen­den Inhalt entleeren.

Behand­lung

Eine Behand­lung ist nur nötig, wenn die Zys­te stört, wächst oder sich wie­der­holt ent­zün­det. Stan­dard ist die voll­stän­di­ge ope­ra­ti­ve Ent­fer­nung samt Zys­ten­balg, da sonst Rück­fäl­le auf­tre­ten. Eine akut ent­zün­de­te Zys­te wird zunächst ent­las­tet und erst im ent­zün­dungs­frei­en Inter­vall entfernt.

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