Das Arzneimittelexanthem ist ein Hautausschlag als Reaktion auf ein Medikament. Es zählt zu den häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen und tritt typischerweise wenige Tage nach Behandlungsbeginn auf.
Ursachen
Meist liegt eine verzögerte Immunreaktion gegen den Wirkstoff oder einen seiner Abbaustoffe zugrunde. Besonders häufig ausgelöst wird es durch Antibiotika, Schmerz- und Rheumamittel, Antiepileptika und Gichtmedikamente. Bei erneuter Einnahme desselben Mittels tritt die Reaktion in der Regel rascher und stärker auf.
Symptome
Typisch sind symmetrisch verteilte, rote Flecken und Knötchen, die am Rumpf beginnen und sich auf Arme und Beine ausbreiten, begleitet von Juckreiz. Warnzeichen für einen schweren Verlauf sind Blasenbildung, Beteiligung der Schleimhäute, Fieber, Gesichtsschwellung und ein starkes Krankheitsgefühl. In diesen Fällen ist sofortige ärztliche Beurteilung nötig.
Behandlung
Wichtigster Schritt ist das ärztlich begleitete Absetzen des auslösenden Medikaments. Juckreiz und Entzündung werden mit Antihistaminika und kortisonhaltigen Präparaten behandelt, der Ausschlag klingt meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Nach Abheilung ist eine allergologische Abklärung sinnvoll; der Auslöser gehört in den Allergieausweis.
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